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Palatul (Palais) Brukenthal

Die prächtige Residenz des Gouverneurs von Siebenbürgen

Das Brukenthal Palais ist ein Wahrzeichen der Stadt Sibiu und das älteste Museum Rumäniens. Es gehört zu den bedeutenden Barockgebäuden Rumäniens.

Palatul (Palais) Brukenthal – SIBIU (Hermannstadt) /
Muzeul National Brukenthal (Brukenthal Nationalmuseum)

  • Infos

Eigentlich befinden sich im Brukenthal Palais das Kunstmuseum und die Bibliothek.
Die anderen Museen, die dem Brukenthal Nationalmuseum unterstellt sind, befinden sich in anderen Gebäuden.

  • Das Geschichte Museum in Haus Alterberg wird als der wertvollste nicht-religiöse gotische Gebäude Siebenbürgens eingestuft.
    Mitropoliei Str. 2

  • Das Apotheken Museum befindet sich in einem aus dem Jahr 1569 stammenden Haus, wo einst die älteste Apotheke Rumäniens angesiedelt war.
    Piata Mica 26

  • Das Museum für Naturgeschichte wurde im Jahr 1849 mit der Gründung des Siebenbürgischer Vereins für Naturwissenschaften eingeweiht. Über 1 Million Exponate stehen dem Besucher zur Verfügung.
    Cetatii Str.1

  • Das Museum für Jagdwaffen und -trophäen präsentiert die Entwicklung von Jagdwaffen und Jagdgegenständen. Das Museum wurde im Jahr 1966 im Spiess Haus eröffnet.
    Scoala de Inot Str.4

Baujahr: 1778-1788

Bauherr: Gouverneur des Fürstentums Siebenbürgen Freiherr Samuel von Brukenthal (1721-1803)

Architekt: Unbekannt

Baustil: Spätes Barock mit wienerischen Einflüssen

Lage:

Das Palais/Museum befindet sich im Stadtzentrum, auf der Fußgängerzone Piata Mare (Großer Platz/Großer Ring).

Bemerkenswertes:

Es gehört zu den bedeutenden Barockgebäuden Rumäniens und wurde als rechteckiges Gebäude mit vier Flügeln und einem Innenhof erbaut. Es ist ein Wahrzeichen der Stadt Sibiu und das älteste Museum Rumäniens. Die Gebäude unterscheiden sich von vielen anderen Palästen durch die bauliche Begrenzung. Eigentlich wurde der Palast an Stelle zweier mittelalterlicher Gebäude erbaut.

Geschichte:

Samuel von Brukenthal war der einzige Vertreter der siebenbürgischen Sachsen, der während der Zeit Maria Theresias eine führende Position in Siebenbürgen innehatte. Zwischen 1777 und 1787 wurde er zum Gouverneur von Siebenbürgen erhoben. Der Gouverneur hinterlässt seine große und wertvolle Kunstsammlung als Teil seines großen Vermögens, nachdem er keine direkten Nachfahren hatte, einem Verwandten, der auch keine Kinder hatte. Laut Testament geht diese dann also an die Evangelische Kirche mit dem Hinweis, ein öffentliches Museum damit zu errichten. Tatsächlich wurde das Brukenthal Palais im Jahr 1817 als erstes Museum Rumäniens und drittes in Europa für die Öffentlichkeit eröffnet. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Brukenthal Museum nur 7 Jahren nach der National Gallery in London eröffnet wurde. Ursprünglich wurde die private Kollektion (1090 Malereien) des Barons schon 1790 dem Publikum zur Schau gestellt, also 3 Jahren vor dem Louvre. Die Brukenthal Galerie wurde im Jahr 1773 im Wiener Almanach als zweite - nach der Galerie Lichtenstein - dargestellt.

  • 1778: Beginn der Bauarbeiten am Palais des Gouverneurs;
  • 1817: nach dem Tod des Gouverneurs wird das Palais samt Sammlungen sowie der Besitz der Familie Brukenthal laut seinem Testament, da er keine Nachfahren hatte, an die Evangelische Kirche vermacht und als Museum eröffnet;
  • 1948: das Museum wurde vom Staat enteignet und nationalisiert. 19 Malereien werden in das Nationale Kunstmuseum Bukarest transferiert.
  • 1957 Das Museum für Naturgeschichte wurde eröffnet.
  • 1966: Das Jagdmuseum „August von Spiess“ wurde eröffnet.
  • 1968: Acht wertvolle Gemälde werden bei einem Coup gestohlen.
  • 1972: Das Apothekenmuseum wird eröffnet.
  • 1988: Das Geschichtemuseum wurde eröffnet.
  • 2006: Die gegenwärtige Kunstgalerie wurde eröffnet.
  • 2007: Das Nationale Kunstmuseum Bukarest übergibt die 19 Malereien an das Brukenthal Museum zurück. Diese werden gemeinsam mit vier von den acht im Jahr 1968 gestohlenen Malereien, die wieder gefundenen sind, mit großem Stolz in einem extra Raum dem Publikum gezeigt.

Anreise:

  • Auto

Mit dem Auto ist Sibiu von Wien am leichten erreichbar, indem man, nachdem man Ungarn durchquert hat, die Städte Arad – Deva – Sebes – Sibiu auf die Straße DN7/E68 passiert.
Von Bukarest kommend fährt man auf der Autobahn E70/A1 bis Pitesti und von dort auf der Straße DN7/E81 durch die Städte Ramnicu Valcea – und durch das Olt-Tal (Alttal) nach Sibiu.

  • Bus

Es gibt günstige Busverbindungen mit dem Bus (Eurolines) von Wien bis nach Sibiu.

  • Flug

Es gibt direkte Flugverbindungen von Wien nach Sibiu mit Austrian Airlines (Code-Share mit Tarom).

  • Bahn

Obwohl es keine direkte Bahnverbindung von Wien nach Sibiu gibt, lässt sich die Stadt auch mit dem Zug erreichen: und zwar kann man täglich mit dem Dacia Express von Wien bis Simeria fahren, dort umsteigen, um weiter nach Sibiu zu fahren.

Adresse: Sibiu (Hermannstadt), Piata Mare 4-5

Öffnungszeiten:

  • Winterprogramm von 21. Oktober bis 21. März:
    Mittwoch-Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
    Montag und Dienstag: geschlossen

  • Sommerprogramm von 21. März bis 21.Oktober:
    Dienstag-Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr
    Montag sowie am ersten Dienstag jedes Monats: geschlossen

www.brukenthalmuseum.ro

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„Neben Shakespeare und Beethoven gibt es einen weiteren Gott: den Rumänen Constantin Brancusi“.(James Farrell)