România - Entdecke den Garten der Karpaten

Herzlich Willkommen

Die offizielle Internetseite
des Rumaenischen
Fremdenverkehrsamts in Wien

Sprunglinks

Suche

Carpatii Meridionali

Die Südkarpaten

Die Südkarpaten bilden die höchsten Reliefformen Rumäniens und erstrecken sich auf einer Länge von über 250 km vom Prahova-Tal bis zum Donau-Engpass. Die höchsten Gipfeln sind Moldoveanu (2.544 m) und Negoiu (2.535 m) im Fagaras (Fogarasch) Gebirge, Parang (2,519 m) und Peleaga (2.509 m) im Retezat Gebirge und Omu (2.505) im Bucegi (Butschetsch) Gebirge.

Es gibt 11 Gipfel in den Südkarpaten, die über 2.500 m hoch sind.
An nördlichen Hängen sind die Spuren der Gletscher, ganz besonders im Fagaras (Fogarasch) und Retezat Gebirge, gut erhalten.
Die Südkarpaten sind aus kristallinen Schiefern, Gneisen und Graniten aufgebaut. An beiden Enden bestehen die Gebirge aus Kalkstein und Kreidekonglomeraten.
Eigentlich kann man die Südkarpaten in drei Gruppen teilen und zwar:

  • die östliche Gruppe,
  • die mittlere Gruppe und
  • die westliche Gruppe.

Die Wälder, die die Südkarpaten bedecken, bestehen meistens aus Fichten. Die größten alpinen Depressionen sind:

  • Loviste,
  • Petrosani und
  • Hateg (Hatzeg).

Die Ostgruppe der Südkarpaten besteht aus folgenden Gebirgen:

  • Bucegi (Butschetsch),
  • Leaota,
  • Piatra Craiului (Königstein),
  • Iezer,
  • Fagaras (Fogarasch)
  • Cozia und
  • Parang.

Besondere und geschützte Pflanzenarten: Türkische Haselnuss,
Besondere und geschützte Tierarten: Skorpione, Würfelnatter, Landschildkröte, Sandviper, u.s.w.

Muntii Bucegi (Das Butschetsch Gebirge) befindet sich südlich des Tara Barsei (Burzenland) und hat die Form eines Hufeisens.
Teilweise besteht das Bucegi Gebirge aus Kalkgestein und Kreidekonglomeraten, so dass der Ialomita-Fluss im Laufe der Zeit nicht nur ein tiefes Hochtal, sondern auch viele enge Klammen eingeschnitten hat: Cheile Ursilor (Bären-Klamm), Cheile Pesterii (Höhlen-Klamm) oder Zanoaga-Klamm, die Pestera Höhle, u.s.w. Gleich über die Höhlenklamm liegt die wunderschöne Ialomita-Höhle.
Der höchste Gipfel des Bucegi Gebirges ist Omu (der Mensch - 2.505 m).
Im Bucegi Gebirge befinden sich zwei geheimnisvolle Felsenformationen: Sfinxul (die Sphinx) und Babele (die alten Frauen). In der Nähe der Seilbahn-Bergstation befindet sich die Hütte „Omu“ (der Mensch), sie ist die höchst gelegte Hütte Rumäniens.
Sehenswert ist auch das Kreuz-Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg verstorbenen rumänischen Soldaten des Caraiman Gipfels.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: Karpaten Hundskamille, der Karpaten-Schwingel und das Siebenbürgische Hornkraut.

  • Naturpark Bucegi Gebirge: 32.663 ha

Süd-westlich vom Bucegi (Butschetsch) Gebirge befindet sich das Leaota Gebirge (2.133 m), aufgebaut aus kristallinem Schiefer, verbunden mit dem Bucegi Gebirge durch den Bucsa Sattel.

Piatra Craiului (Königstein) Gebirge befindet sich südwestlich von Tara Barsei (Burzenland) und ist aus Jurakalk aufgebaut.
Es besteht praktisch aus zwei Einheiten: der kleine (1.791 m) und der große Königstein (2.238 m), verbunden durch den Curmatura Sattel (1.620 m). Beide Einheiten haben steile Felsenwände und tiefe Risse.
Der großen Königstein ist durch viele Schluchten zerschnitten: Crapatura, Padina Popii, Padina Hotarului, Braul Caprelor.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: das Alpen-Leinkraut, die Königsteinnelke, die Henters-Nelke, das Edelweiß, die Baumblüte.
Südlich vom Königstein Gebirge befinden sich die gewaltige Dambovicioara Klamm und die gleichnamige Höhle, während im Westen das Iezer Gebirge zu finden ist.
Tipp: Wunderschön ist die Talstraße von Moeciu de Jos nach Fundata durch den Giuvala Pass (1,275 m). 

  • Nationalpark Piatra Craiului (Königsstein): 14.773 ha

Muntii Fagaras (Das Fogarasch Gebirge) erstreckt sich auf einer Länge von über 70 km bis zum Olt (Alt) Engpass und ist das höchste und gewaltigste des gesamten Karpatenbogens.
Gleich sechs Gipfel erheben sich über 2.500 Meter hoch.
Aufgebaut ist das Fogarasch Gebirge aus Glimmer, Chlorit, Hornblendschiefern, Gneis, Dolomit und kristallinem Kalk.
Die von den Gletschern hinterlassenen Spuren sind deutlich zu sehen, wie zum Beispiel die Doamnei, Balei, Arpasului und Sambetei Täler oder die Gletscherseen Avrig (Frecker), Balea, Capra, Podragu und Urlea. Die Wasserfälle Balea und Serbota ergänzen die wunderschöne Landschaft. Gämse und Braunbären laufen frei herum.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: das Dinarische Leimkraut, der Zarte Enzian, der Allermannsharnisch, der Karpaten-Hahnenfuss, die Siebenbürgische Akelei.
Eine transalpine Straße „Transfagarasanul“ erstreckt sich übers Fogarasch Gebirge und verbindet das Arges-Tal über das Balea-Tal mit der Fogarascher Hochebene. Die Straße erreicht eine Höhe von über 2.050 Metern und bietet eine gute Möglichkeit, dieses wunderschöne Gebirge zu erobern.

Der mittlere Teil der Südkarpaten erstreckt sich zwischen dem Olt (Alt)-Engpass und dem Jiu (Schiel)-Engpass und besteht aus Graniten, Gneisen und kristallinen Schiefern aufgebauten Gebirgen:

  • Sebes (Mühlbacher Gebirge),
  • Cibin (Zibin) ,
  • Lotru,
  • Capatana und
  • Parang.

Muntii Sebesului/Sureanu (Das Mühlbacher/Sureanu Gebirge) erhebt sich nur einwenig über 2.000 Meter. Unter dem Sureanu Gipfel (2.054 m) sind die Spuren der Gletscher und der gleichnamige See zu sehen. Der höchste Gipfel des Mühlbacher Gebirges ist Varful lui Petru (Petersgipfel) mit 2.130 Meter.

  • Dinosaurier Geologische Park Tara Hategului: 102.392 ha

Südlich des Mühlbacher Gebirges, durch das Mühlbachtal getrennt, befindet sich das Muntii Cibinului (Zibinsgebirge). Die Gipfel Cindrel und Frumoasa (2.170 m) wurden von Gletschern geformt, ebenso wie die Gletscherseen Iezeru Mare und Iezeru Mic.
Von hier fließt der Cibin (Zibin), der sich durch die wunderschöne Cibin (Zibin)-Klamm den Weg durchs Gebirge sucht.
Im Cibin (Zibin) Gebirge befindet sich die Ortschaft Paltinis (Hoherinne 1400-1450 m), ein beliebter Luftkurort seit 1894.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: die Becherglocke.
Besondere und geschützte Tierarten: die Ohrenlerche.

Muntii Lotrului (Lotru Gebirge) mit dem höchsten Gipfel Steflesti (2.211 m) und Muntii Capatanei (Capatana Gebirge) mit dem höchsten Gipfel Ursu (2.142 m) befinden sich südlich vom Zibin Gebirge und weisen viele Ähnlichkeiten mit diesem auf.
Die steilen Felsenwände, enge Klammen und Täler machen beide Gebirge bei einheimischen Touristen sehr beliebt.

  • Nationalpark Buila-Vanturarita: 4.186 ha
  • Nationalpark Cozia: 17.100 Ha

Muntii Parangului (Parang Gebirge) ist sowohl das längste (32 km) als auch das höchste Gebirge (Gipfel Parang 2.519 m) der mittleren Gruppe der Südkarpaten. Gletscherspuren gibt es hier rund um den See Calcescu bei der Quelle der Flusses Lotru. Die Hochebene Petrosani am Fuße des Parang Gebirges wurde als Rein der Kohlegewinnung bekannt.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: das Haynalds Fingerkraut und das Simonkais Hungerblümchen.
Der Fluss Jiu (Schiel) gilt mit seinem sehr engen und wilden Engpass als Grenze zwischen der mittleren und westlichen Gruppe der Südkarpaten.

Die Westgruppe der Südkarpaten besteht aus folgenden Gebirgen:

  • Godeanu,
  • Retezat,
  • Tarcu,
  • Valcan,
  • Cerna und
  • Mehedinti
  • Banatului

wobei die letzten zwei bis zum Donauengpass erreichen. Zwischen den Tarcului, Cerna und Mehedinti Gebirgen und dem Banat Gebirge erstreckt sich der Timis (Temesch)-Cerna Graben als klare Naturgrenze.
Die höchsten Gipfel dieser Gruppe, die selten die 2.500 Meter Grenze übersteigen, befinden sich im Retezat Gebirge.

Muntii Retezat (Das Retezat Gebirge) ist von Gletscherspuren geprägt.
Breite, von Gletscher gestaltete Täler kennzeichnen die Gegend rund um die Gletscherseen Bucura, Peleaga oder Pietrele. Dies sind nur die bekanntesten von insgesamt 82 solcher Seen.
Kein anderes Karpatengebirge verfügt über so viele Seen wie Retezat.
Der größte davon ist der Bucura See mit einer Oberfläche von über 10 Hektar.
Der tiefste davon mit 29 Meter ist der Zanoaga See, während der höchst gelegene in einer Höhe von 2.270 Meter der Custura Mare See ist.
Die höchsten Gipfel des Retezat Gebirges sind Peleaga (2.509 m), Papusa (2.508 m), Varful Mare (2.463 m), Bucura (2.533 m) und Retezat (2.482 m).
Das Retezat Gebirge ist aus kristallinen Schiefern, Granodiorit und Granit aufgebaut.
Die Fichtenwälder reichen hier bis knapp 1.800 Meter.
Das Retezat Gebirge zeichnet sich nicht nur wegen der vielen Seen, der schönen Landschafte, sondern auch wegen der vielen und seltenen Pflanzarten, die hier leben, aus.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: die Siebenbürgische Glockenblume, das Dorners Hungerblümchen, die Echte Engelwurz, die Nadelblättrigen Federnelke, der Grasblättrige Krugglocke, der Karpaten-Mohn und selbstverständlich das Edelweiß.
Neben Gämsen werden hier immer wieder Kuttengeier und ab und zu auch Gänsegeier gesichtet. 
Das alles hat dazu beigetragen, dass seit 1935 ein großer Teil des Retezat Gebirges als Nationalpark gilt. Der Nationalpark Retezat erstreckt sich heute über mehr als 20.000 Hektar, davon sind 1.840 Hektar in der Region Gura Zlata nur für wissenschaftliche Zwecke zugänglich.
Im Norden des Retezat Gebirges befindet sich das sogenannte „Tara Hategului“ (das Hatzegland): Im Südwesten der Hateg Hochebenen befindet sich die Ortschaft Sarmisegetuza, wo die Ruinen Ulpia Traiana Sarmizegetusa der ehemaligen Hauptstadt im römischen Dakien zu finden sind.

  • Nationalpark Retezat: 20.000 ha

Muntii Tarcului (Tarcului Gebirge – 2.120 m) und Muntii Godeanu (Godeanu Gebirge – 2.291 m) zeichnen sich durch die runden Reliefformen und steilen Felsenwände aus. In der Höhe befinden sich mehrere geschützte Höhlen.
Im Süden am Fuße des Gebirges, in einer malerischen Gegend befindet sich das wunderschöne Kloster Tismana. Das Kloster bietet auch touristische Unterkunft und Verpflegung.

Muntii Mehedinti (Dasie Mehedinti Gebirge) erstreckt sich süd-westlich des Flusses Motru bis zur Donau und steigt nur selten - wie zum Beispiel die Gipfel Piatra Closanilor (1.427 m) und Varful lui Stan (1.466 m) - über 1.400 Meter Höhe an.
Das tiefe Cerna-Tal teilt das Mehedinti vom Cerna Gebirge.
Diese Gebirge sind durch viele Karsterscheinungen wie Klammen, Engpässe und Höhlen (Closani, Topolnita, Epuran) gekennzeichnet.
Einmalig ist das Naturphänomen von Ponoare, eine so genannte natürliche Steinbrücke. Am Ende der beiden Gebirge befindet sich der Berg Domogled (1.105 m) mit seltenen Pflanzen– und Tierarten und einem Klima mit starkem Mittelmeereinfluss.
Hier leben zum Beispiel Skorpione und giftige Hornvipern.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: die gesägt-blättrige Aurikel und der Wilden Flieder.
Am Fuße des Domogled ruht der von den Römer gegründete Kurort Baile Herculane (Herkulesbad).

  • Nationalpark Domogled-Valea Cernei: 61.211 ha

Muntii Banatului (Banater Gebirge) bildet eine kleinere Gruppe westlich des Timis(Temesch)-Cerna Grabens.
Die Gipfel sind weich und rund und steigen nur selten über eine Höhe von 1.400 m an, wie zum Beispiel der Semenic Gipfel (1.446 m) oder Piatra Goznei (1.447 m).
Die Banat Gebirge sind aus kristalline Schiefern, Gneisen, vulkanischen Gesteinen und Kalken aufgebaut und bestehen aus folgenden Bergen:

  • Aninei,
  • Semenic (Semenik) und
  • Almajului.

Während das Semenik Gebirge bei Wintersportliebhabern bekannt ist, sind das Anina Gebirge bei Wanderfans auf Grund seiner Karstbildungen - wie die Caras (Karasch) und Nera Klamm oder die Comarnic Höhle - sehr geliebt.
Besondere und geschützte Pflanzenarten: die Orientalische Hainbuche, die Türkische Haselnuss, der Südliche Zürgelbaum, der Mittelmeer-Ahorn, der Perückenstrauch.

  • Nationalpark Semenic-Cheile Carasului: 36.168,2 ha
  • Nationalpark Cheile Nerei-Beusnita: 36.758 ha
  • Naturpark Portile de Fier: 115.655 ha

Zurück

„Neben Shakespeare und Beethoven gibt es einen weiteren Gott: den Rumänen Constantin Brancusi“.(James Farrell)