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Transilvania (Siebenbürgen) - auch genannt „Das Land hinter den Wäldern“ - ist die Region, die am stärksten von den über Jahrhunderte hier lebenden deutschsprachigen Einwohnern geprägt ist. Die als „Sachsen“ bekannten Einwohner stammten aus Deutschland, Österreich, Flandern und Luxemburg und wurden ab dem Jahr 1.100 von den ungarischen Königen in Siebenbürgen angesiedelt.
Position:
Die Region ist wie eine natürliche Festung von den Karpaten (Ost–, Süd– und West-Karpaten) umgeben.
Relief:
Das Siebenbürgen Hochplateau ist teilweise von Wäldern bedeckt. Große Flüsse wie Mures (Marosch), Olt (Alt), Tarnavele (die Kokeln) durchqueren die Region.
Klima:
gemäßigt kontinental
Städte:
Cluj-Napoca, Sibiu, Sighisoara, Brasov, Deva, Hunedoara, Alba Iulia, Medias, Sebes, Bistrita, Fagaras, Huedin, Turda, Targu Mures, Orastie, Sfantu Gheorghe, Covasna, Miercurea Ciuc
Sehenswürdigkeiten:
National&Natur Parks:
Touristische Orte:
Kreis: Cluj, Alba, Mures, Brasov, Sibiu, Hunedoara, Bistrita, Covasna, Harghita,
Kurze Beschreibung:
Landschaftlich ist die Region, die sich auf einem Hochplateau findet, von den Karpaten wie eine Festung umgerundet. Die Gebirgsregionen sind von Wäldern bedeckt.
Auch der österreichische Kaiser siedelte hier später Deutschsprachige an.
Diese Einwohner haben große Städte, aber auch Befestigungen im Dorfbereich wie etwa Kirchenburgen – davon gibt es viel mehr als Hundert – erbaut, um sich vor den ständigen Gefahren durch Angriffe von den Tataren und Osmanen zu schützen.
Zusammen mit den Sachsen haben überwiegend Rumänen und Ungarn, aber auch verschiedene Minderheiten zusammen gelebt.
Typisch:
Kirchenburgen, Mittelalterliche Städte und Orte, idyllische Dörfer, großes kulturelles Angebot, lange Spuren von durch Deutschsprachige geprägter Kultur, Architektur und Sitte. Küche mit rumänischen, deutschen und ungarischen Einflüssen.
Das Land des Pflaumenschnaps, auch unter „Palinca“ bekannt.
INKLUDIERT:
TARA NASAUDULUI (Nösnerland) ist eine historische Gegend im Nord-Osten Siebenbürgens zwischen die Flüssen Bistrita (Bistritz) und Mures (Marosch).
Die Ansiedlung deutschsprachiger Menschen zum Schutz der Ostgrenze Siebenbürgens durch die ungarische Könige, brachte ab dem 13. Jahrhundert die später als „Sasi“ (Sachsen) bekannte Bevölkerung auch in diese Region.
Da die im Jahr 1206 am Ufer des Bistrita-Flusses gegründete erste große Siedlung der Gegend Nösen (rumänisch Bistrita) hieß, übernahm die Region den Name Nösnerland.
Die wichtigsten Orte der Gegend sind bis heute Bistrita (Nösen) im Norden und Reghin (Sächsisch-Regen) mit dem Nachbargebiet „Reener Ländchen“ geblieben.
Die Orte dieser Region sind:
Albeştii Bistriţei (Weißkirch bei Bistritz), Arcalia (Kallesdorf), Batoş (Botsch), Bistriţa (Nösen oder Bistritz), Chiraleş (Kyrieleis), Corvineşti (Niederneudorf), Cuşma (Auen oder Kuschma), Dedrad (Deutsch-Zepling), Dipşa (Dürrbach), Domneşti (Attelsdorf oder Billak), Dorolea (Kleinbistritz), Dumitra (Mettersdorf), Dumitriţa (Waltersdorf), Ghinda (Windau), Herina (Mönchsdorf), Ideciu de Jos (Niedereidisch), Ideciu de Sus (Obereidisch), Jelna (Senndorf), Lechinţa (Lechnitz), Livezile (Jaad), Lugig (Ludwigsdorf), Monariu (Minarken), Moruţ (Moritzdorf), Orheiu Bistriţei (Burghalle), Petelea (Birk), Petriş (Petersdorf bei Bistritz), Posmuş (Paßbusch), Reghin (Sächsisch-Regen), Sângeorzu Nou (Sankt Georgen bei Lechnitz), Sâniacob (Jakobsdorf bei Bitritz), Satu Nou (Oberneudorf), Sigmir (Schönbirk), Slătiniţa (Pintak), Şieu (Groß-Schogen), Şieu-Măgheruş (Ungersdorf), Tărpiu (Treppen), Teaca (Tekendorf), Tonciu (Tatsch), Uila (Weilau), Unirea (Wallendorf),
Vermeş (Wermesch), Viile Tecii (Großeidau), Viişoara (Heidendorf).
TARA MOTILOR (Tara de Piatra) ist eine ethnographische Region, die sich in den West-Karpaten befindet, sie liegt entlang des oberen Flusslaufes von Aries und Crisul Alb (Weiss Kreisch).
Die Region erstreckt sich auf dem Gebiet der heutigen Landkreise Alba, Arad, Bihor, Cluj und Hunedoara. Ein Teil dieser Region befindet sich im Nationalpark Retezat.
Die Einwohner der Gegend nennen sich „Moti“ (sprich: Motzi) und leben in Gebirgsdörfern, die sich auf einer Seehöhe von 1.400 Meter befinden.
Die Region der "Moti" beginnt traditionell im Bistra vor der Stadt Campeni.
Die Hauptstadt der „Moti“ ist Topesdorf (benannt von Österreichern). Die Österreicher nannten die Moti „Zopfen“.
Tara Motilor war keine Verwaltungsregion oder Gegend sondern der archaische Name eines ziemlich isolierten Tales in den Karpaten.
Aus dieser Gegend stammen die Führer (Horea, Closca und Crisan) des Bauernaufstandes von 1784-1785 und die rumänischen Teilnehmer an der Revolution von 1848 von Siebenbürgen.
Die Hauptbeschäftigungen in der Gegend waren schon immer Bergbau und Holzverbeitung. Ein Teil der Bevölkerung beschäftigt sich mit Tierzucht (Schafe und Rinder).
Die Region ist sehr bekannt für ihre gut erhaltenen ursprünglichen Traditionen und der lebendigen Folklore.
Der Landschaft ist malerisch geprägt durch Karstregionen, Gletscher und einmalige Naturdenkmäler.
Über 800 Höhlen befinden sich in der Region, wie zum Beispiel die Höhlen Scarisoara und Focul Viu (beide beherbergen im Inneren alte Gletscher) oder die Bärenhöhle (Pestera Ursilor). Die Gegend setzt stark auf den Öko- und Dorftourismus.
Die wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Gegend sind:
TARA FAGARASULUI (Fogarascher Land) ist eine historische Gegend in Siebenbürgen und befindet sich entlang des mittleren Flusslaufes der Olt, rund um die Stadt Fagaras, eine ehemalige mittelalterliche Festung.
Das Gebiet ist 82 km lang und zwischen 12 und 19 km breit.
Die Gegend ist heute in die Landkreise Sibiu und Brasov geteilt.
TARA BARSEI (Burzenland) ist eine ethnologische und historische Region, ihr Namensgeber ist der Fluss Barsa (Burzen).
Die Region befindet sich im Süd-Osten Siebenbürgens rund um die Großstadt Brasov.
Das Burzenland ist ein Tal im Inneren der Karpaten, das sich zwischen den Ortschaften Apata im Norden, Bran im Süden, Vladeni im Westen und Prejmer im Osten erstreckt.
Die Gegend ist von mehreren Flüssen durchquert.
Die schon früh bewohnte Gegend wurde im Jahre 1211 vom ungarischen König Andreas II an die Teutonen Ritter verschenkt. Diese haben sich verpflichtet, die Süd-Ost Grenze des Königreiches zu schützen. Sie haben mehrere Schlösser und Festungen zum Schütz der Grenze gebaut und haben deutschsprachige Menschen hier angesiedelt.
Die Teutonen haben die Gegend im Jahre 1225 verlassen, aber die deutsche Bevölkerung ist hier geblieben.
Das Burzenland entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem der stärksten wirtschaftlichen und militärischen Gebiete in Siebenbürgen.
Orte, die zu Burzenland gehören sind:
Bod (Brenndorf), Bran (Törzburg), Braşov (Kronstad), Codlea (Zeiden), Cristian (Neustadt), Feldioara (Marienburg), Ghimbav (Weidenbach), Hălchiu (Heldsdorf), Hărman (Honigberg), Măieruş (Nußbach), Prejmer (Tartlau), Râşnov (Rosenau), Rotbav (Rotbach), Sânpetru (Petersberg), Vulcan (Wolkendorf).
MARGINIMEA SIBIULUI (Hermannstädter Randgebiet) besteht aus 18 Ortschaften, die sich im Süd-Westen des Landkreises Sibiu befinden.
Die Ortschaften erfreuen sich über ein einheitliches ethnologisches, kulturelles, geschichtliches und Architektur-Erbgut, das sie verbindet.
Die Region erstreckt sich auf einer Oberfläche von mehr als 200 Quadratkilometer zwischen den Flüssen Sadu und Saliste in unmittelbarer Nähe der Stadt Sibiu.
Folgende Orte bilden diese traditionsreiche Region: Boiţa, Fântânele, Galeş, Gura Râului, Sibiu, Jina, Orlat, Poiana Sibiului, Poplaca, Răşinari, Râu Sadului, Rod, Sadu, Sălişte, Sibiel, Tălmaciu, Tilişca, Tălmăcel, Vale.
Der bekannteste und älteste Ort in der Region ist Rasinari, dessen erste schriftliche Erwähnung aus dem Jahr 1204 stammt.
Es folgen Talmaciu (1318); Orlat (1322) und Saliste (1354).
Im Laufe der Zeit war diese Gegend zusammen mit Tara Fagarasului auch Teil der Walachei.
Ein besonderes Ereignis für die Gegend war die Entscheidung der Königin Maria Theresia, im 18.Jhdt das 1.Grenz-Regiments im Orlat zu gründen.
Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung in dieser Gegend war die Schafzucht (Hirtenvolk). Diese Tätigkeit führte im Gebirge zu ständigen Kontakten zwischen Rumänen von Siebenbürgen und von der Walachei.
Die Gegend kennt viele Hirten-typische Traditionen und ist für ihre Volkskunstwerke in Hinterglasmalerei bekannt.
Die Sehenswürdigkeiten der Gegend sind die Kirchen von Saliste (die Malereien stammen aus dem Jahr 1674), die Holzkirchen von Poiana Sibiului (1771) und Talmacel (1776).
In Rasinari ist der berühmte französische Philosoph rumänischer Herkunft Emil CIORAN geboren.
In Sibiel gibt es eine permanente Ausstellung mit Hinterglasmalerei – Ikonen
Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)