România - Entdecke den Garten der Karpaten

Herzlich Willkommen

Die offizielle Internetseite
des Rumaenischen
Fremdenverkehrsamts in Wien

Sprunglinks

Suche

BUKAREST / BUCURESTI

Paris des Osten - 2. Teil

Heute zeigt sich Bukarest als eine selbstbewusste Stadt, die so schnell wie möglich sein Vergangenheit aufarbeiten will, um sich als moderne Hauptstadt des neuen Rumäniens zu zeigen. Zurzeit wird stark an der Verkehrs-Infrastruktur und an der Renovierung der alten Baudenkmäler gearbeitet. Man kann behaupten, dass die Stadt schon jetzt Teile seines alten Charmes wieder gefunden hat, Touristen sind willkommen.

Kurze Beschreibung:
Der Legende nach ist die Stadt von einem Schafhirten namens "Bucur" (was “Freude” bedeutet) gegründet worden. Bukarest befindet sich heute auf dem Weg zur Modernität und zum alten Glanz. Die vielen Szenelokale, Veranstaltungen, Ausstellungen und Events zeugen von der kulturellen Vielfältigkeit der Stadt. Mehrere Theater, die Staatsoper, die Volksoper, die Philharmonie „George Enescu“ und vieles mehr bieten Kulturliebhabern eine breite Palette an zeitgenössischen und klassischen Kunstveranstaltungen. Die vielen Ausstellungen zeigen die starke Entwicklung der einheimischen gegenwärtigen Kunst auf.

Bemerkenswertes:
Die alte Stadt bietet zahlreiche Beispiele an wunderschönen Baudenkmälern, berühmten Palästen, sehenswerten Kirchen und Klöstern. Zwei Baustile sind typisch für das alte Bukarest und weit verbreitet, und zwar der rumänische „Brancovenesc – Stil“ und der französische eklektisch-akademischen Stil. Die alte Karawanserei-Herberge „Hanul lui Manuc“, das Bierlokal „Caru cu bere“, die Stavropoleos Kirche, der Königpalast (heute Sitz des Kunstmuseums), der Sparkassepalais, der Sutu-Palast (heute Sitz des Museums der Stadt Bukarest) oder das Rumänische Athenee sind nur wenige Beispiele der vielen Baudenkmäler, die die Stadt bewundernswert machen. Einmalig ist auch der heutige Parlaments-Palast, der als „Haus des Volkes“ zum zweitgrößten Gebäude der Welt - nach dem Pentagon - von Ceausescu errichtet wurde. Bei einem Bukarest-Besuch darf aber das Dorfmuseum nicht ausgelassen werden.

Kurze Geschichte:

  • Archäologische Funde zeugen davon, dass die Gegend rund um Bukarest seit über 150.000 Jahren von Menschen durchgehend bewohnt wurde.
  • Während des IX. und XI. Jahrhunderts wurden um die 25 Wohnungsgebiete rund um Bukarest dokumentiert.
  • Im XII. und XIII. Jahrhundert entwickelt sich ein Wohngebiet, das die Basis für die Gründung der späteren Festung Bukarest darstellt.
  • Im XIV. Jahrhundert findet man hier die erste Befestigung unter den Namen „Cetatuia“.
  • Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt Bukarest stammt aus dem Jahr 1459. Es handelt sich um ein Dokument, datiert am 20. September, das das Siegel des berühmten Fürsten Vlad Tepes (Vlad, der Pfähler, der als Dracula bekannt wurde) trägt. Zu dieser Zeit wurde Bukarest zum ersten Mal zum Fürstensitz ernannt.
  • Die vielen Kupferstiche und Lithographien aus dem XVIII. und XIX. Jahrhundert zeigen Bukarest als eine Stadt mit vielen Kirchen. Die Verbreiterung der Stadt erfolgte durch die wichtigen Verbindungsstraßen Bukarests mit den großen Städten rund herum.
  • Die Stadt mitten in der Rumänischen Tiefebene verwendete für seine Entwicklung Baumaterialen, die leicht zu beschädigen waren. Im Laufe seiner Geschichte wurde Bukarest immer wieder von vernichtenden Bränden, Überschwemmungen und Erdbeben heimgesucht. Und wenn die Natur nicht gerade zugeschlagen hat, dann waren es Kriege, die die Stadt beschädigt haben.
  • Von 1545 – 1559 wurde die Fürstliche Kirche am fürstlichen Hof erbaut. Die Kirche ist heute die älteste Kirche in Bukarest, gefolgt von die Radu Voda Kirche, die zwischen 1570 und 1614 erbaut wurde.
  • Ab 1659 fungiert Bukarest permanent als Hauptstadt der Walachei.
  • 1812: Der Friedenvertrag von Bukarest wurde von Russland und dem Osmanischen Reich nach dessen Krieg (1804-1812) unterschrieben.
  • 1821: Einfall der Osmanen in Bukarest.
  • 1831 wurde der Bukarester Stadtrat gegründet.
  • 1848: Die Revolution. #Zwischen 1857 – 1869 wurde die Universität (Bulevardul Elisabeta 4-14) vom Architekten Alexandru ORASCU gebaut.
  • Die Vereinigung der rumänischen Fürstentümer Walachei und Moldawien im Jahr 1859 und die Erreichung der Unabhängigkeit im Jahr 1877 haben die Weiche für eine rasche und moderne Entwicklung der Stadt gestellt.
  • 1864: Bukarest wurde zur Hauptstadt der Vereigneten Rumänischen Fürstentümer (Walachei und Moldawien) – Romania (Rumänien).
  • Am 10. Mai 1866 wird der junge deutsche Fürst Carol (Karl) von Hohenzollern, mit einen Galakutsche aus Baneasa kommend, von einer großen Schar einheimischer Politiker begleitet und als neuer Herrscher Rumäniens von der Bevölkerung in Bukarest großherzig empfangen. Mit ihm beginnt die moderne Epoche, sowohl für die Hauptstadt als auch für das Land.
  • Im Jahr 1867 wurde die Rumänische Akademie (Calea Victoriei 125) gegründet.
  • 1869 wurde der „Filaret“ Bahnhof als erster Bahnhof in Bukarest erbaut. Der Bahnhof diente der Verbindung Bukarests mit dem Donauhafen Giurgiu.
  • 1870 wurde vom damaligen Bürgermeister Bukarests der nach ihm benannte Cantacuzino Brunnen errichtet.
  • Im Jahr 1872 wurde der zweite Bahnhof Bukarests gebaut. Der Bahnhof heißt Targovistei bis 1888, dann wird er in „Gara de Nord“ (Nord Bahnhof) geändert. Der Nordbahnhof ist heute der größte und wichtigste Rumäniens.
  • 1880: Der Ghica Palais wurde auf der Calea Victoriei erbaut.
  • Die im Jahr 1867 gegründete Schule für Brücken, Straßenbau und Bergwerke wurde ab dem Jahre 1880 zur Nationalen Schule für Brücken und Straßenbau und dann später ab 1920 zur Polytechnischen Schule.
  • Im Jahr 1881 wurde der Fürst Carol I. zum König Carol I. von Rumänien proklamiert, Rumänien war ab sofort ein Königreich.
  • Im selben Jahr beginnen die Bauarbeiten am neuen Königlichen Palast (Calea Victoriei 49-53) - nach den Plänen des französischen Architekten Paul GOTTEREAU.
  • 1883 wurde unter der Führung der Architekten Albert GALLERON, Cassien BERNARD, Nicolae CERCHEZ und Constantin BAICOIANU die Gebäude der Nationalbank (Lipscani Straße 25) gebaut.
  • 1887 wurde das „Haus Monteoru“ gebaut. Das Gebäude wurde später vom Architekt Ion MINCU renoviert und beherbergt heute „Die Union der Schriftsteller aus Rumänien“.
  • 1888 wurde das Rumänische Athenee, (Franklin Straße 1-3), das Wahrzeichen Bukarests, mit Spendengeldern erbaut. Architekt: Albert GALLERON.
  • 1893 wurde der Palast der Universitätsstiftung erbaut. Architekt: Paul GOTTEREAU. Heute ist er Sitz der Zentralen Bibliothek der Universität (Piata Revolutiei).
  • Das Restaurant „La Bufet“ wurde vom Architekten Ion MINCU im selben Jahr erbaut. Heute befindet sich hier das renommierte Restaurant „Casa Doina“.
  • Das Institut für Gerichtsmedizin, damals eine Weltpremiere, wurde von Frau Professor Dr. Mina MINOVICI im Jahr 1893 errichtet. Das Gebäude wurde leider im Jahr 1985 niedergerissen, als die Bauarbeiten für den geplanten „Sieg des Sozialismus“-Boulevard begannen.
  • Das Naturhistorische Museum „Grigore Antipa“ eröffnete im selben Jahr seine Pforten.
  • Das Institut für Architektur „Ion Mincu“ wurde vom Architekten Grigore CERCHEZ im Jahr 1893 erbaut. Das Haus gehört zu den beispielgebenden Gebäuden, die im rumänischen Baustil errichtet sind.
  • Im Jahr 1894 wurde der prächtige Postamtspalast unter dem Einfluss des sich in Genf/Schweiz stehenden Bundespostamtspalast vom Architekt Alexandru SAVULESCU gebaut. Heute ist er Sitz des Nationalen Museums für Geschichte.
  • Die Gebäude des Ministeriums für Landwirtschaft und Gebiete wurden vom französischen Architekt Louis Pierre BLANC im Jahr 1895 gebaut.
  • Der Justizpalast wurde von den Architekten A. BALLU und Ion MINCU im selben Jahr erbaut. Der imposante Palast ist mit Werken vom Bildhauer Carol STORCK verschönert.
  • Im Jahr 1899 wurde in Form eines antiken Tempels die Griechische Kirche vom Architekt A. LORDEL gebaut.
  • Im gleichen Jahr wurde vom Geschäftsmann Gheorghe Assan das erste Auto in Bukarest mit dem Kennzeichen „1“ zugelassen.
  • 1900: Die Universität für Medizin wurde vom französischen Architekt Louis Pierre BLANC gebaut.
  • Der Cantacuzino Palast wurde vom Architekt I. D. BERINDEY im gleichen Jahr erbaut. Heute ist er Sitz des „George Enescu“ Museums.
  • Im Jahr 1903 schuf der französischen Architekt Paul GOTTEREAU mit dem Bau des Sparkassa Palastes das zweite Wahrzeichen der Stadt.
  • Das heutige Rathaus der Stadt Bukarest wurde im Jahr 1906 als Sitz des Ministeriums für Öffentliche Aufträge vom Architekt Petre ANTONESCU im neorumänischen Baustil erbaut. Seit 1912 ist es Sitz des Bukarester Rathauses.
  • Im Jahr 1906 fand eine große Ausstellung mit internationaler Beteiligung in Bukarest statt. Unter den ausstellenden Nationen befand sich auch Österreich. Der Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger wurde als Sondergast bei der offiziellen Eröffnung begrüßt.
  • Der stellvertretende Bürgermeister von Rom, Graf von San Martino, übergab der Stadt Bukarest bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung die „Luppa Capitolina“ als Geschenk der Stadt Rom.
  • 1907 wurde der Palast der Abgeordneten zum Nationalrat vom Architekten D. MAIMAROLU erbaut. Unter den Kommunisten war er der Sitz der Großen Nationalen Versammlung, heute ist er als Rumänischer Orthodoxe Patriarchen Palast bekannt.
  • Im gleichen Jahr wurde das „Haus Minovici“ erbaut. Es ist ein schönes Beispiel rumänischen Baustils. Das Haus beherbergt heute eine Sammlung rumänischer Volkskunst.
  • Im Jahr 1907 wurde in Bukarest die erste Sternwarte Rumäniens errichtet. Die Sternwarte befindet sich im Park Carol I.
  • Der Architekt D. MAIMAROLU schuf im Jahr 1912 mit dem Bau des prächtigen Heereshauses eines der schönsten öffentlichen Gebäude der Stadt.
  • Die Anglikanische Kirche wurde mit Unterstützung von Königin Maria, des Bischofs von Gibraltar und Sir John Kennedy, Botschafter von Großbritannien in Rumänien, im Jahr 1913 erbaut.
  • Das Hotel Athenee Palace, heute Athenee Palace–Hilton Hotel, wurde im Jahr 1913 nach den Plänen des französischen Architekten Teophile BRADEAU gebaut.
  • 1918 Bukarest wurde als Hauptstadt des Großen Rumäniens bestätigt. Erster Bürgermeister der Hauptstadt des neuen Rumäniens wurde der Heeresgeneral Barbu Vladoianu.
  • Zwischen 1930 – 1940 erlebte die Stadt eine weitere Entwicklung. Es wurde viel gebaut, ganz besonders auf den zwei Achsen, die die Stadt durchqueren: von Ost nach West und von Nord nach Süd. So entstand eine breite von Norden nach Süden durchquerende Verkehrsader, die die Boulevards I. C. Bratianu, N. Balcescu, General Gh. Magheru und Boulevard Lascar Catargiu verbindet. So wurde Bukarest kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs zu einer der größten, schönsten und modernsten Städte in ganze Osteuropas.
  • Am Ende des zweiten Weltkriegs stand Bukarest vor dem Anfang einer neuer Ära, die das Stadtbild in den nächsten 50 Jahren teilweise hässlich und teilweise schön machte. Die Ära des Kommunismus hat dazu beigetragen, dass viele Dorfeinwohner nach Bukarest zogen. Es sind fast überall hässliche Blockhäuser entstanden.
  • Der Fluss Dambovita wurde kanalisiert und teilweise unterirdisch geführt.
  • Bukarest bekam ein modernes und willkommenes Verkehrsmittel, die U-Bahn.
  • Ein wahnsinniges Bauprogramm wurde gestartet: der Bau des „Hauses des Volkes“ und des Boulevards „Sieg der Sozialismus“, beide wurden bis zum Tod Ceausescu nicht zur Gänze fertig.
  • Nach der Revolution hat es Jahre gedauert, bis der richtige Weg zu einer weiteren dauerhaften und umweltfreundlichen Entwicklung der Stadt gefunden wurde.

Zurück

Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)