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COVASNA (Kowasna)

Der Kurort der 1.000 Heilquellen

Auch wenn die Kuranwendungen von Covasna schon im 18. Jahrhundert geschätzt wurden, die moderne Entwicklung des Badeortes begann in der kommunistischen Ära. Covasna zählt heute − weit über die Grenzen Rumäniens hinaus − zu den besten Kurorten im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

COVASNA (Kowasna) - „Der Kurort der 1.000 Heilquellen“

Lage:

  • Die Stadt und der Kurort Covasna befinden sich in der Mitte Rumäniens (Kreis Covasna) im Osten der Region Siebenbürgen, nur 35 km von der Kreishauptstadt Sfantu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
  • Die Stadt erstreckt sich am Fuße des Bretcu Gebirges über eine Länge von zirka neun Kilometern.
  • Die Stadt auf drei Seiten von Gebirge umgekreist: im Norden, im Osten und im Süden.
  • Das Covasna Back fließt aus dem benachbarten Gebirge kommend durch die Stadt.

Koordinaten: 45°50´ N, 26°11´ S

Oberfläche: 155,11 km

Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1548 unter dem Namen Kowazna.

Geschichte:

  • Dass die Gegend rund um Covasna seit Tausenden Jahren bewohnt wurde, bestätigen die Ergebnisse mehrerer archäologischer Ausgrabungen.
    Als Beweis dafür dienen auch die Ruinen der Festung auf dem Miske Gebirge (935 m).
    Unweit von der Festung wurde im Jahr 1942 ein kleines römisches Gebäude aus dem 2. Jahrhundert gefunden.
  • Von zirka 300 bis 350 Einwohnern im Jahr 1567 wächst die Ortschaft bis ins Jahr 1842 auf über 2.000 Einwohner und im Jahr 1910 wurden sogar 5.431 Einwohner gezählt.
    Die Gegend war ein Teil des Szeklerlandes.
  • Seit 1881 gibt es hier Aktivitäten im Bäder- und Kurbereich.
  • In den Jahren 1882 und 1887 wurde das Mineralwasser aus Covasna bei der Ausstellung von Triest mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
  • 1883 wurde die erste Mofette eröffnet. Sie ist bis heute in Betrieb.
  • 1889 wurde eine Bade-Aktiengesellschaft gegründet, sie richtete die ersten kommerziellen Bäder ein.
  • Im Jahr 1952 wurde Covasna zur Stadt erklärt.
  • 1972: Etliche Kurhotels und ein modernes Herzzentrum werden in Covasna gebaut.

Bevölkerung:

11.511 Einwohner (2007), davon

  • 60 % Ungarn
  • 35 % Rumänen und
  • 5 % Roma

Seehöhe: 560−640 m

Telefonvorwahl: 0267

Entfernungen:

  • Sfantu Gheorghe: 35 km
  • Targu Secuiesc: 19 km
  • Brasov: 60 km
  • Bukarest: 250 km

Anreise:

Mit dem Auto:

  • Von Wien fährt man über Budapest, Szeged, Mako nach Nagylak (Grenzübergang).
  • Weiter geht es auf der Straße DN7/E 68: Nadlac – Arad – Deva – Sibiu und von dort auf der DN1/E 68 bis Brasov.
  • Von Brasov geht es weiter auf der DN11/E577: Brasov – Sfantu Gheorghe – weiter in Richtung Targu Secuiesc bis Reci und von dort auf der Kreisstraße DJ49 bis Covasna (27 km von Reci entfernt).

Mit dem Linienbus:

  • Mit Eurolines geht's von Wien bis nach Brasov und von dort mit dem Lokalkleinbus nach Covasna. Es gibt täglich Busverbindungen.
  • Eine Fahrt von Brasov bis Covasna dauert zirka 1Std. und 42 Min.

Mit der Bahn:

  • Von Wien (Westbahnhof) gibt es eine tägliche Bahnverbindung („Dacia Express“) nach Bukarest.
  • Sie fahren am besten bis Brasov und von dort mit dem Lokalzug nach Sfantu Gheorghe.
  • Von Sfantu Gheorghe gibt es täglich fünf Bahnverbindungen nach Covasna und retour.
  • Auch Kleinbusverbindungen sind vorhanden.
  • Der Bahnhof Covasna befindet sich zirka drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
  • Es gibt aber zu jedem Zug eine Busverbindung in die Stadt.
  • Taxis gibt es hier nicht.

Mit dem Flugzeug:

  • Die nächstgelegenen Flughäfen mit direkter Flugverbindung von Wien sind Sibiu (Hermannstadt) und Bukarest.
  • Nachdem von Wien nach Bukarest täglich mehrere Flüge, auch Billigflüge, angeboten werden, empfehlen wir einen Direktflug nach Bukarest mit anschließendem Transfer mit Bus oder Bahn nach Covasna.
  • Eine Abholung vom Flughafen in Bukarest durch das Kurhotel ist auch möglich.

Klima:

  • In Covasna herrscht gemäßigtes Kontinentalklima (Subalpin) mit relativ großen Temperaturunterschieden zwischen Winter und Sommer.
  • Im Winter können die Temperaturen bis unter -20 °C (durchschnittlich -5 °C) sinken.
  • Der wärmste Monat ist Juli mit durchschnittlichen +17 °C.
  • Die durchschnittlichen Jahreswerte belaufen sich auf 7 °C, die durchschnittliche Niederschlagsmenge bewegt sich zwischen 700 und 800 mm.
  • Die meisten Niederschläge gibt es im Mai und Juni.
  • Durch den Schutz der umliegenden Gebirge sind kaum starke Winde zu spüren.

Bemerkenswert:

Auch wenn die Kuranwendungen von Covasna schon im 18. Jahrhundert geschätzt wurden, die moderne Entwicklung des Badeortes begann in der kommunistischen Ära.
In den sechziger Jahren sind hier mehrere Hotels erbaut worden, die bis zum heutigen Tage teilweise saniert und modernisiert wurden.

In den letzten Jahren sind viele Privatpensionen und Villen gebaut worden. Auch ein großes, modernes Krankenhaus mit kardiologischem Schwerpunkt wurde errichtet.

Covasna zählt heute − weit über die Grenzen Rumäniens hinaus − zu den besten Kurorten im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch die Umgebung von Covasna ist landschaftlich wunderschön und reich an Sehenswürdigkeiten.

Für begeisterte Wanderer gibt es viele naturbelassene Routen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Das Kur- und Behandlungszentrum ist das ganze Jahr in Betrieb und bietet eine natürliche Therapie basierend auf den ausgezeichneten Naturheilfaktoren einer warmen Quelle und Naturgasen.

Mit dem wissenschaftlich begleiteten therapeutischen Einsatz der natürlichen Heilfaktoren sind den Ärzten von Covasna große Erfolge im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten zuzuschreiben.

Besonders wirkungsvoll für die Gesundheit sind die einzigartigen Mofetten − eine natürliche Gasausströmung.

Natürliche Heilfaktoren:

  • Die Mofetten, ein natürliches, therapeutisch genutztes Vorkommen, sind trockene Kohlendioxidausströmungen mit großer Konzentration (80−98 %) an Kohlensäure, aber auch Methan (0,4 %), Schwefelwasserstoff (1,1 %), Helium (4,5 %) und Spuren der Edelgase Neon, Radon, Xenon und Krypton: die Gase führen zu einer Dehnung der Venen und bewirken somit eine Senkung des Blutdrucks.
  • Mineralwasser mit Kohlensäure, Schwefel, Jod-Brom, usw.. Die Mineralwässer von Covasna tragen wegen des hohen Gehalts an Kohlensäure (2,5 g/l) die Bezeichnung: vulkanischen Ursprungs.
  • Subalpines Klima mit frischer, reiner und an negativen Ionen und Ozon reicher Luft

Indikationen:

Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Gefäßleiden wie:

  • Chronische ischämische Herzkrankheit, Arterienleiden, Bluthochdruck im 1. und 2. Stadium, chronische Venenleiden, usw.

  • Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems

  • Krankheiten des Verdauungsapparats und innerer Organe, Nieren und Blasenleiden

  • Krankheiten des Bewegungsapparats

  • Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane

  • Hauterkrankungen

  • Frauenleiden (Sterilität)

  • Leiden aufgrund des Alterungsprozesses

Kontraindikationen:

  • akute Entzündungskrankheiten
  • etliche böswillige Tumoren
  • Kreislaufschwäche
  • krankhaft hoher Blutdruck
  • schwere Erkrankungen des Nervensystems
  • Infektionskrankheiten
  • Schwangerschaft
  • Tuberkulose

Therapie:

  • warme Kohlensäurebäder

  • Mofetten

  • Hydro- und Thermotherapie (Duschmassage, Unterwassermassage bzw. Paraffin - und Fangopackungen)

  • Elektrotherapie (Ultraschall, Reizstrom, Interferenzstrom, galvanische Bäder)

  • Massage

  • Aerosole und Inhalationsanlagen

  • Heilgymnastik

  • Trinkkuren mit Mineralwasser

  • Anti-Aging-Therapien (Gerovital)

Sehenswürdigkeiten:

  • Die orthodoxe Kirche von Covasna (1756)
  • Die reformierte Kirche von Covasna (13. bis 15. Jahrhundert)
  • Die schmalspurige Standseilbahn vom Bergdorf Comandau:
    Das Dorf befindet sich im Feen-Tal (Valea Zanelor). Hier gibt es eine Standseilbahn, die früher zum Holztransport genützt wurde.
    Es handelt sich um eine weltweit einzigartige schmalspurige Standseilbahn, ihre Funktion basiert auf Gravitationskraft.
  • Poiana Narciselor (Narzissen Wiese) von Valea Zanelor (Feen-Tal) - bekannt durch die vielen Narzissen, die hier jährlich blühen sowie für das Waldreservat.
  • Balta Dracului (Teufels-Bach): ein Brunnen mit starker Kohlendioxidausströmung.
    Zusammen mit dem Mineralwasser und dem Grundwasser bildet es Gaswirbel, wodurch das Wasser in ständiger Bewegung ist.
  • Der Sankt Anna See (Lacul Sfanta Ana): Den einzigen Vulkankratersee Rumäniens erreicht man nach einer eineinhalb Stunden langen Fahrt von Covasna. Der See ist von dichtem Wald umgeben und ist ein wunderschönes Naturereignis; hier kann man in Ruhe die fast wilde, unberührte Natur mit Pflanzen und Tieren betrachten.
  • Das Dorf Ozun (Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert)
  • Cheile Varghisului (Varghis Schlucht)
  • Kurort Balvanyos
  • Das Lager der Holz-Schnitzer
  • Im Dorf Cernat gibt es das Ethnographisches Museum „Haszmann Pal“
  • In der Stadt Sfantu Gheorghe können die Gäste das Museum der Ostkarpaten besuchen.
  • In der römisch-katholischen Kirche im Dorf Ghelinta zeigen wunderschöne Wandfresken die Szenen aus dem Leben des heiligen Ladislaus. Die Malerei wurde zwischen 1330 und 1340 geschaffen.
  • In der Gemeinde Bretcu, an der Haupstraße gelegen, befindet sich gleich neben dem Rathaus das Gedenkhaus Bem-Petöfi, in dem die beiden berühmten Revolutionäre von 1848 sich am 25. Juli 1849 getroffen haben. Ein weiteres Gedenkhaus ist dem Revolutionär Aron Gabor gewidmet, der hier im Dorf geboren wurde.

Freizeitaktivitäten:

  • Wandern: Es gibt mehrere Wanderwege durch die Ostkarpaten (bis zu 1.777 m Höhe)
  • Mountain biken: Es gibt mehrere unmarkierte Routen
  • Ausflüge in die Umgebung
  • Fischfang − in den Seen Surcea und Reci sowie in den Bächen Ghelinta und Covasna können Forellen, Hechte, Karpfen, Karausche gefischt werden − und Jagd (Wildschwein, Reh, Hirsch) Asociaţia Vânătorilor şi Pescarilor Sportivi din judeţul Covasna: Adresse: Sf. Gheorghe, str. Kós Károly nr. 5/A., jud. Covasna, Telefon: +40-267-352683, +40-267-311198, Mobil: +40-723-196480 (Juhos Ibolya)

Gastronomie:

Nachdem Covasna sich in einer Gegend befindet, wo die Mehrheit der Einwohner aus Angehörigen der Ungarischen Minderheit in Rumänien besteht, sind ungarische Spezialitäten wie: Gulasch, Kohlsuppe, Gefüllte Pilze, Kurtocscolacs, Kümmelsuppe usw. eine Selbstverständlichkeit.

Unterkünfte:

Den Gästen stehen teilweise sanierte und modernisierte Hotels der 2-, 3- und 4-Sterne-Kategorie sowie auch moderne Behandlungszentren zur Verfügung. Empfehlenswert sind die Hotels:

Weitere Hotels:

Pensionen:

  • Cetate***
  • Taverna***
  • Vadas***
  • Voros***
  • Biborka
  • Apolka
  • Schneider
  • Mara
  • Kadar
  • Jano
  • Gál-lak Cabana
  • Casa Enea
  • Casa din Parc
  • Casa Adriana

Tipp:

  • In Valea Zanelor (Feen-Tal) hat sich der kommunistische Führer Nicolae Ceausescu eine Jagdhütte (Villa) einrichten lassen.
    Diese ist noch immer vorhanden und dient für den Empfang von Staatsbesuchen.

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Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)